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Lodewijk Mortelmans 1868-1952

 

Opera : De Kinderen der Zee
 

Illustration von "Die Kinder des Meeres", wie sie in der Kunstzeitschrift "Die flämische Schule" von 1900 veröffentlicht wurde.
 
Phaedra IFF 92097Aus CD Phaedra IFF 92097 durch Jan Dewilde, SVM
 
'De Kinderen der Zee' ist Mortelmans einzige Oper. Vermutllich war es die Absicht um damit dem silberen Jubiläum der Königlich Flämischen Oper in Antwerpen im Jahre 1918 Glanz zu verleihen, aber der Erste Weltkrieg machte das unmöglich. Schließlich wurde die Spielzeit 1919-1920 als Jubeljahr angekündigt. In einer Festwoche im März 1920 wurden zwei populäre flämische Opern wiederaufgeführt ('Herbergprinses' von Jan Blockx und 'Quinten Massys' von Emile Wambach). Am 27. März 1920 fand die Weltpremiere von 'De Kinderen der Zee' statt. Das Libretto ist von dem Theaterautor Rafaël Verhulst (1866-1941). Der Untertitel lautet dann auch 'Dramatisches Singspiel in drei Akten'.
Der Text in Versform wurde eingeteilt in Arien, Duette, Ensembles und Chöre. In der gedruckten Ausgabe von Verhulsts Theaterstück, das 1900 von der Stadt Antwerpen im 'Wettbewerb für Bühnenliteratur' ausgezeichnet worden war, findet sich bereits der Vermerk 'Wird komponiert von Lodewijk Mortelmans'.
Das Stück spielt im 17. Jahrhundert am Meer, 'als die Leuchttürme noch mit Feuer bedient wurden'.
 
 

Lodewijk Mortelmans - Partiture
 

Fragment 1904 Kinderen van de ZeeFragment aus das "Thema der verhängnissvoller Vorhersage", "De Kinderen der Zee",
   aan m'n vriend Jules Baetes
   Lod. Mortelmans 30 jan. 1904
 
Aus '1945 Van-Nu-en-strakser-der-Muziek:
Als Mortelmans in 1893 den Prix de Rome’ gewann, war der Gedanke an eine Oper bereits in seine Gedanken.
Er gab an, dass er gebeten wurde, ein Werk f ür das Nederlandsch Lyrisch Tooneel zu schaffen, aber ein geeignetes Libretto war zu sp ät. Die Schwierigkeiten in Bezug auf den Text waren um so schwerer, als Mortelmans erkl ärte, dass er unter keinen Umst änden eine traditionelle Oper schreiben w ürde. Er sieht sich f ür die Wahl zwischen dem Wagnerschen Musikdrama und dem lyrischen Drama, wie Benoit und Fibich es sich vorstellen.

 

LFM